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Pictures Uganda February 2006

Agaya 1   (11.02.2006)

Agaya bei der Aufnahme und...


Agaya 2   (11.02.2006)

... kurz vor der Entlassung. Mal wieder ein eindrucksvoller vorher - nachher Vergleich. Die Mutter kam eigentlich mit ihr zum Hospital, weil sie mit fast zwei Jahren immer noch nicht laufen konnte. Dass die Hauptursache dafür einfach Mangelernährung war, konnten die Eltern gar nicht begreifen.


Bible Study   (11.02.2006)

im Juli 2005 haben wir angefangen, uns jeden Montag mit ein paar Leuten zur Bible Study zu treffen. Wir singen zusammen, lesen in der Bibel, diskutieren und beten. Inzwischen sind wir zu einer ganz ordentlichen Truppe herangewachsen und wir bekommen mehr und mehr Anfragen. Momentan sind wir gerade dabei, einige Lieder und ein kurzes Anspiel einzuüben (auf Ateso! ) und planen dann, in die verschiedenen Gemeinden zu gehen (wir sind gemischt aus Freikirche, evangelischer und katholischer Kirche) und es dort vorzutragen. Das Foto entstand nach einer der Anspiel-Proben - daher der Stock und die Melone.


Bierkrug   (11.02.2006)

was hier zu jedem Fest dazugehört, ist die „local brew“, das selbstgebraute Bier der Einheimischen. Es wird in Krüge gefüllt und mit langen Strohhalmen getrunken. Auf dem Bild sieht man einen solchen Krug von oben mit den Strohhalmen drin. Ich habe es nie probiert, und ich finde, dass es so eklig aussieht, dass ich es auch gar nicht probieren möchte. Angeblich sollen schon wenige Züge ausreichen, um betrunken zu werden.


Bier trinken   (11.02.2006)

Wenn man gegen Abend an den Siedlungen vorbei fährt, sieht man überall dieses Bild: viele Leute (vor allem Männer), die im Kreis um die Bierkrüge sitzen und genüsslich an ihren Strohalmen saugen.


Feuer   (11.02.2006)

Dezember und Januar ist hier die grosse Trockenzeit. Bis auf vielleicht 2-3 mal einen kurzen Schauer, gibt es in dieser Zeit absolut keinen Regen - und das bei Temperaturen von 40°C und mehr im Schatten. Dementsprechend trocken ist die ganze Landschaft. Es gibt kaum noch einen grünen Grashalm zu sehen. Die Einheimischen nutzen diese Zeit gerne, um ihre Felder und Gärten zu „säubern“, was so aussieht, dass sie einfach abgebrannt werden. Es wird immer wieder davor gewarnt, weil es nicht ganz ungefährlich ist. Aber das scheint nur wenige zu interessieren - und es ist auch einfach zu bequem! Daher sieht man in dieser Zeit überall riesige Feuer lodern. Anfangs war ich bei dem Anblick oft ziemlich erschrocken und besorgt, aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran.


Gecko   (11.02.2006)

vor kurzem ist uns eine kleine Katze zugelaufen. Wir haben sie abends öfter in unserem Garten gesehen und ihr dann irgendwann mal ein wenig Milch rausgestellt. Seit dem ist sie fast jeden Tag da und fordert inzwischen auch ihre Streicheleinheiten ein. Als wir sie das erste Mal gesehen haben, hatte sie gerade einen dicken Gecko gefangen. Wir waren so beeindruckt, dass eine so kleine Katze so ein grosses Tier fangen und verspeisen kann, dass wir sie daraufhin „Gecko“ getauft haben .


Getrocknetes Cassava   (11.02.2006)

Cassava ist eine stärkehaltige Wurzel, die hier sehr viel angebaut und in verschiedenster Weise gegessen wird. Man kann sie entweder wie Kartoffeln in Salzwasser kochen oder in Stückchen geschnitten frittieren oder aber man trocknet sie und isst sie dann in dieser getrockneten Form als Chips, macht Mehl daraus oder weicht sie ein und kocht sie dann. Auf dem Bild sind wir gerade bei Freunden eingeladen und die Frau gibt uns getrocknetes Cassava zum probieren. Im Hintergrund sieht man eine Art kleine Hütte auf einem Ständer. In solchen Vorrichtungen bewahren die Leute hier ihre Nahrungsmittel auf - quasi der Kühlschrank im Dorf. Das Kleid der Frau ist die traditionelle Tracht der Iteso.


Hühner in der NU   (11.02.2006)

Ein recht übliches Geschenk als Dankeschön ist ein Huhn. Von daher bekommen wir in regelmässigen Abständen von ehemaligen Patienten ein Huhn vorbei gebracht. Beim ersten Mal war ich etwas verdutzt, als mir eine Frau einfach ein lebendiges Huhn in die Hand drückte, aber es ist eigentlich ganz praktisch: es wird einfach mit einem Bein irgendwo in der Unit festgebunden. Dann gibt man ihm ein wenig Hirse (haben wir sowieso immer da, weil die Kinder hier gerne Hirsebrei mögen) und Wasser und schlachtet es dann halt irgendwann entweder für die Kinder oder für Besucher.


Odongo   (11.02.2006)

Dieser Junge ist 6 Jahre alt und wog 10 kg als er zu uns kam. Er hat AIDS und wahrscheinlich auch Tuberkulose. Sein Zwillingsbruder ist schon vor ein paar Jahren gestorben. Trotzdem scheint er momentan auf unsere Therapie anzusprechen und hat schon 1,5 kg zugenommen. Letztendlich wissen wir, dass es nur von kurzer Dauer sein wird, aber immerhin gewinnt er gerade noch mal ein wenig Lebensqualität zurück. Seit es ihm etwas besser geht, haben wir eine Menge Spass mit ihm, denn er ist wirklich ein lustiges Kerlchen. Am meisten begeistert ihn meine Digitalkamera .


Posho   (11.02.2006)

Posho ist ein fester Brei aus Maismehl, der hier sehr häufig den Hauptbestandteil des Mittags- und Abendessens darstellt. Auf dem Bild lerne ich gerade, wie man es herstellt: man bringt Wasser zum Kochen, rührt dann etwas Maismehl mit kaltem Wasser an und gibt es zu dem kochenden Wasser. Es entsteht ein dünner Maisporridge. Den lässt man ein paar Minuten kochen und gibt dann noch mal eine grössere Menge Maismehl direkt dazu. Dabei muss man kräftig rühren, was ganz schön anstrengend wird, weil der Brei ungefähr so fest wie ein fester Brotteig wird. Meistens wird es mit roten Bohnen gegessen - in vielen Schulen bekommen die Kinder und Jugendlichen jeden Tag nur Beans und Posho und genauso auch die Mütter auf unserer Station.


Solfa-Notation   (11.02.2006)

Seit einiger Zeit singe ich jetzt schon mit in dem Chor der Church of Uganda. Anfangs war es ziemlich schwierig, zum einen weil die meisten Lieder in Ateso gesungen werden und zum anderen weil es hier ein völlig anderes Notationssystem gibt. Auf dem Bild seht ihr einen vierstimmigen Chorsatz in der sogenannten Solfa-Notation. Inzwischen finde ich diese Schreibweise gar nicht mehr so schlecht. Die Tonleiter geht wie folgt: do, re, mi, fa, so, la, ti, do. Wobei immer nur der erste Buchstabe geschrieben wird und das “do” immer mit dem Grundton der entsprechenden Tonart beginnt. Bei den Proben wird dann auch mit diesen Buchstaben gesungen, was zwar erst ungewohnt ist, sich aber echt gut anhört.


Süsskartoffeln   (11.02.2006)

Süsskartoffeln zählen hier zu einem der Hauptnahrungsmittel. Fast jeder baut sie in einem seiner Gärten an. Von daher gibt es sie auch ab und zu für die Leprapatienten, die vom Krankenhaus mit Essen vom Krankenhaus versorgt werden. Auf dem Foto ist die Küche gerade fertig mit dem Kochen und bringt gerade die Süsskartoffeln zum Verteilen. Meistens werden sie mit roten Bohnen oder mit einer Sauce aus Erdnüssen gegessen, manchmal aber auch einfach trocken mit einem süssen Milchtee als „Snack“ zur Teepause.


Weihnachtsbaum   (11.02.2006)

Wie ich schon in meinem letzten Rundbrief geschrieben hatte, gibt es hier tatsächlich richtige Weihnachtsbäume zu Weihnachten! Der Baum auf dem Foto stand in dem Raum, in dem wir jeden Morgen im Krankenhaus mit den Mitarbeitern zusammen Andacht machen.


Bilder Uganda Februar 2006

Ziegen im Garten   (11.02.2006)

Eigentlich sind im Krankenhausviertel alle Tiere bis auf Hühner verboten. Aber leider halten sich auch daran nur wenig Leute. Diese Ziegenherde gehört einem unserer Nachbarn. Normalerweise werden die Tiere an einem Bein irgendwo festgebunden, aber momentan laufen sie irgendwie ständig frei herum. Zwar ist unser Garten eigentlich eingezäunt, aber ein wirkliches Hindernis für die Ziegen scheint das nicht zu sein. Daher kommt es momentan nicht selten vor, dass unser schönes Sofa im Garten von einer Ziege belegt ist - was die Nachbarn (im Gegensatz zu uns) nicht im Geringsten zu stören scheint.