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Pictures Uganda Februray 2007

Totoke (10.02.2007)

Toto heisst "Mama" auf Ateso und wenn man ein "ke" anhängt heißt das soviel wie "Mutter von" Wenn wir also eine Mutter rufen, sagen wir immer Totoke und dann den Namen des Kindes. Diese Frau auf dem Bild links ist daher "Totoke Liango". Als ich sie das erste Mal gesehen habe, war ich vollkommen verwirrt: sie hat grüne Augen, eine sehr helle Haut und braune Haare. Sie sah irgendwie ziemlich mangelernährt aus, aber ich hatte noch nie von einer Veränderung der Augenfarbe durch Mangelernährung gehört! Trotzdem haben wir sie zusammen mit ihrem Kind aufgenommen und behandelt - bis wir erfahren habenm dass ihr Vater ein Europäer ist! Allerdings hat er die Mutter nur geschwängert und sie dann im Stich gelassen. Trotzdem scheint es nicht nur der Europäer gewesen zu sein, sondern auch etwas Mangelernährung, denn sie ist mit der Zeit doch deutlich dunkler geworden und auch ihre Haare sind nun fast schwarz.


Müllloch   (10.02.2007)

Müllentsorgung in Afrika. Ein sehr unschönes Thema, denn im Prinzip gibt es keine! Wir haben in unserem Garten zwei solcher Müllöcher. Eins für organische Abfälle und eins für nicht oder kaum verrottbare Sachen. Sind sie voll, dann werden sie einfach zugeschaufelt und ein neues daneben gegraben. Hier waren die alten gerade voll, daher haben wir einen unserer Väter angestellt und für 5 Euro hat er uns dieses knapp 2 Meter tiefe Loch gegraben. Der Müll wird erst soweit es geht verbrannt, um das Volumen zu verringern. Aber oftmals kommt man sich sehr komisch vor, wenn man alte Haushaltsgeräte, Batterien und andere so umweltschädliche Dinge einfach in den Garten schmeißt. Aber was soll man machen, man kann ja auch nicht alles aufheben ?!


Okwii 1   (10.02.2007)

Ein angeblich 6-jähriger Junge mit cerebraler Parese (geistige und physische Behinderung). Oftmals werden diese behinderten Kinder einfach vernachlässigt. Vor allem wenn sie nicht alleine Essen können. Okwii hat aber Milch sehr gerne getrunken und von daher sehr schnell zugenommen.


Okwii bei der Entlassung   (10.02.2007)

Okwii hat sein Zielgewicht erreicht und ist nun sogar fähig, trotz seiner Behinderung alleine zu sitzen. Allerdings hatte er bei dem Hausbesuch einen Monat später schon wieder ein halbes Kilogramm abgenommen. Es ist einfach keiner da, der sich den ganzen Tag um ihn kümmern kann. Die Mutter arbeitet und ein behindertes Kind ist halt nicht so wichtig. Sehr traurig. Die Überlebenschancen sind für ihn zu Hause sehr gering.


Tomaten säen   (10.02.2007)

Hier bin ich gerade dabei mit unseren Müttern Tomaten anzupfanzen. Sehr erstaunt war ich, dass kaum eine wusste, wie man das macht. Da muss doch tatsächlich jemand aus Deutschland kommen, umn ihnen das beizubringen! Und dabei wäre es so einfach für sie zu Hause. Aber sie planzen halt immer nur ihren Mais, Süßkartoffeln, Bohnen und Hirse. Natürlich hatten die Mütter dann eine Menge Spaß, als die Weiße eine Hacke in die Hand nimmt und anfängt im Garten zu arbeiten. Das passt einfach nicht in ihr Weltbild.


Karamojong Familie   (10.02.2007)

Vor einiger Zeit hatte ich schon mal über die Karamojong geschrieben. Das Gebiet dieses Volksstammes grenzt nördlich an das der Iteso. Es ist ein Stamm, der noch nicht wirklich von der Zivilisation berührt wurde. Sie bezeichnen sich selbst als Krieger und leben hauptsächlich von der Jagd. Das Problem ist allerdings, dass ihr Land sehr trocken und unfruchtbar und es von daher nicht einfach ist, ausreichend Kühe zu halten. Daher fallen sie regelmäßig über die Iteso und andere Stämme her und stehlen deren Kühe und scheuen sich dabei auch nicht, Menschen zu töten und Häuser nieder zu brennen. Dementsprechend negativ reden die Iteso über diese Leute und so wollte ich mal mit eigenen Augen sehen, wie sie leben. So bin ich hier in einem der Dörfer in Karamoja. Die Leute sind gewöhnlich nur mit einer Decke bekleidet und tragen sehr viel Schmuck.

Bilder aus Uganda von Februar 2007