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Bilder aus Laos: Start der zweiten Projektphase (Februar 2014)

Nongfa (15.02.2014)

Dies ist eines unserer 13 neuen Projektdörfer. Allerdings ist es nur ein Teil des Dorfes, denn die meisten Bewohner sind bereits an einen neuen Ort, in der Nähe einer größeren Straße, umgezogen. Erst meinten die Dorfbewohner, dass wir diesen Teil des Dorfes nicht mit dem Auto erreichen könnten, aber sie kannten wohl unseren Landcruiser noch nicht. Die Leute hier leben sehr abgeschieden, sie hatten bislang kaum Zugang zum Bildungssystem oder zur Gesundheitsversorgung. Selbst die laotische Sprache ist für sie eine große Herausforderung. Aber sie haben uns sehr gut empfangen und wir sind gespannt, in wie weit sie sich auf uns und unsere für sie so neuen Ideen einlassen werden.

Lamong (15.02.2014)

Dies ist ein weiteres neues Projektdorf mit dem Namen Lamong. Auch dieses Dorf liegt sehr abgelegen und viele Häuser der Menschen dort sind noch komplett aus Bambus hergestellt. Oftmals verwenden sie nicht einmal Nägel. Für unseren Gesundheitssurvey zu Beginn des Projektes haben wir die teilnehmenden Familien alle bei sich Zuhause besucht, aber hier war es nicht möglich, mit dem Auto hinzufahren, so dass wir mit Sach und Pack an diesem Tag ziemlich viele Kilometer zu Fuß zurück legen mussten.

Büffel (15.02.2014)

Büffel sind nach wie vor die Hauptgeldanlage für die Laoten, die nicht in den Städten wohnen. Die mächtigen Tiere wirken zwar auf den ersten Blick bedrohlich, aber sie scheinen generell einen echt friedlichen Charakter zu haben. Selbst die kleinen Kinder hier haben keinerlei Angst vor ihnen und so werden sie nicht selten als Spielkameraden oder Spielzeug verwendet.

Lavae (15.02.2014)

Diese Frau gehört zur Volksgruppe der Lavae. In der älteren Generation wurden den Mädchen die Ohrläppchen durchstochen und dann Stück für Stück mit Holzstückchen als Ohrringe weiter aufgeweitet. Heute sieht man diese riesigen Ohrläppchen nur noch bei den älteren Frauen.

Arme Familie (15.02.2014)

In diesem Haus lebt eine Familie mit 3 Kindern. Gerade zu Beginn des Projektes besuchen wir die besonders armen Familien in jedem Dorf, um zu sehen, ob und wie wir ihnen helfen können. Aber manchmal ist es schwer. Diese Familie z.B. besitzt kein eigenes Land. Sie hatten schon mal von einer anderen Organisation Wellblech für ihr Dach geschenkt bekommen, aber sie haben es kurze Zeit später wieder verkauft, um sich dafür Essen zu kaufen. Sie sind so damit beschäftigt, zu überleben, dass es sehr schwierig ist, den Teufelskreislauf der Armut zu durchbrechen. Mal sehen, ob wir ihnen irgendwie langfristig helfen können…

Trockenreiseanbau (15.02.2014)

In den Bergregionen ist es meistens nicht möglich, den normalen Reis anzubauen, weil einfach das Wasser dazu fehlt. Es gibt aber eine andere Reissorte, den Trockenreis, der praktisch wie Getreide wächst und nur mäßig viel Wasser braucht. Dafür werden jedes Jahr große Flächen Wald oder Busch abgeholzt, denn man kann den Reis auf diese Weise nur einmal Anbauen, danach braucht das Land 3-5 Jahre Zeit, um sich zu erholen. Es ist harte Arbeit für die Leute und sehr schlecht für die Natur, aber Reis ist halt das Grundnahrungsmittel der Laoten.

Brücke (15.02.2014)

Diese Brücke hier müssen wir überqueren, wenn wir in eins unser Dörfer wollen. Die einzige Alternative ist das Schlammloch, das man auf dem nächsten Foto sehen kann. Ich habe lange gezögert, aber durch das Schlammloch wären wir mit Sicherheit nicht gekommen, also mussten wir über die Brücke.

Schlammloch (15.02.2014)

Also habe ich alle Leute aussteigen lassen und bin mit dem leeren Auto alleine über die Brücke gefahren. Aber wieder einmal ist alles gut gegangen. Inzwischen ist die Straße auch trocken und wir können unten durch den Fluss fahren - bis zur nächsten Regenzeit, dann geht die Überlegung wieder von vorne los!

Reis (15.02.2014)

Dies ist eine Reispflanze. Wer hier kein Bewässerungssystem hat, kann nur einmal im Jahr Reis anbauen, in der Regenzeit. In dieser einen Saison muss dann genügend Ertrag eingeholt werden, um die ganze Familie das Jahr über zu ernähren. Aber leider schaffen das nur recht wenige Familien. Wenn der Reis nicht ausreicht, müssen sie Tiere verkaufen, um von dem Erlös Reis zu kaufen und wer keine Tiere hat, muss von dem Leben, was er im Wald finden kann. Eine Überschwemmung wie im letzten Jahr hat daher oft katastrophale Auswirkungen auf das Leben v.a. Der armen Menschen hier.

Brunnen (15.02.2014)

In diesem Dorf ist das Grundwasser sehr dicht an der Erdoberfläche. Einige Familien haben dies ausgenutzt und sich ihre eigenen Brunnen gebaut. 10-15 Meter tief haben sie dafür mit Hand gegraben! Ganz ungefährlich ist das bestimmt nicht, aber hinterher Wasser direkt am Haus zu haben ist natürlich ein wirklicher Luxus.

Mobile Sprechstunde (15.02.2014)

Sobald die Dorfbewohner mitbekommen, dass wir Medikamente und einen Arzt dabei haben, kommen bei jedem Besuch Scharen von Patienten zu uns. Oftmals ist das Krankenhaus weit weg und es kostet viel Geld wenn man sich dort behandeln lassen will. Wir nehmen dagegen nur den Einkaufspreis der Medikamente und nichts für die Sprechstunde.

Behindertes Kind (15.02.2014)

Dieser Junge ist körperlich behindert und kann nicht laufen. Den ganzen Tag sitzt er vor dem Haus seiner Familie und schaut dem Treiben des Dorfes zu. Der Vater hat uns um einen Rollstuhl für ihn gebeten, aber wir wissen noch nicht, wo wir den herbekommen sollen und auch nicht, ob es dem Jungen auf den holprigen und steinigen Wegen überhaupt helfen würde. Insgesamt sieht man nur recht wenige behinderte Menschen, wahrscheinlich überleben die meisten die ersten Jahre der Kindheit einfach nicht.

Schuhspiel (15.02.2014)

Ein beliebtes Spiel bei den Kindern hier ist das Flipflop-Werfen. Dazu wird ein Schuh weit weggeworfen und dann müssen die Kinder versuchen mit ihren eigenen beiden Schuhen den ersten zu treffen. Der Sinn der Schuhe wird so zwar etwas verfehlt, aber immerhin haben die Kinder eine Menge Spass dabei.

Stuhlproben (15.02.2014)

Nach der Bedürnisanalyse machen wir als nächsten Schritt einen Gesundheitssurvey in allen Projektdörfern. Zum einen damit wir einen Überblick über die gesundheitlichen Probleme bekommen und zum anderen damit wir einen vorher-nachher Vergleich unser Projektarbeit machen können. Zu dem Survey gehört immer, dass wir Stuhlproben direkt vor Ort mikroskopieren, um zu schauen, wieviele Leute Wurminfektionen haben.

Stuhlproben 2 (15.02.2014)

Dies ist eine Stuhlprobe durch ein Mikroskop fotografiert. Die runden und ovalen Dinger sind Wurmeier. Dieser Patient ist also mit zwei verschiedenen Wurmarten infiziert. In vielen Dörfern sind fast alle Leute völlig verwurmt was dann wiederum oft negative Auswirkungen auf die Gesundheit hat wie Blutarmut oder Mangelernährung.

Attapeu (15.02.2014)

Hier haben wir einen Ausflug auf einen Berg in der Nähe von Attapeu gemacht. Man musste ganz schön klettern, um da rauf zu kommen und ich hatte danach eine Woche lang Muskelkater. Aber der Ausblick von dort oben ist echt schön. Am Horizont kann man Attapeu sehen und ganz hinten sogar den Sekong Fluss, der Attapeu praktisch umrahmt.


Bootfestival (15.02.2014)

Jedes Jahr im November findet in Laos das Bootfestival statt. Ein Wochenende lang werden überall Ruderbootrennen veranstaltet. Dazu gibt es einen großen Markt am Sekong Fluss und am zweiten Abend eine Zeremonie, bei der Lichter auf das Wasser gesetzt werden. Damit sollen die bösen Dinge weggetragen werden. Auch wenn ich mit der Bedeutung nicht anfangen kann, sieht es doch wunderschön aus, wenn der ganze Fluss mit kleinen Lichtern übersät ist.

Petanque (15.02.2014)

Im Mai letzten Jahres bin ich in ein neues Haus umgezogen. Die Miete meines vorherigen Hauses sollte auf 300 USD angehoben werden und das war mir zu teuer. Mein neues Haus hat mir zu Beginn ziemlich viel Arbeit gemacht, weil es sehr dreckig und zugemüllt war, aber inzwischen fühle ich mich dort sehr wohl. Im Garten habe ich ein Petanque Feld angelegt und dort spielen wir jetzt oft an den Wochenenden zusammen mit dem Team.

Gruppendiskussionen  (15.02.2014)

Zu Beginn des Projektes haben wir wieder eine Analyse der Stärken und Bedürnfisse in jedem neuen Projektdorf gemacht. Dazu gehört auch immer eine Diskussionsrunde mit verschiedenen Gruppen. Hier ist es die Frauengruppe eines Dorfes. In so einer Runde lernt man sehr viel über das Leben und die Probleme der einzelnen Dörfer und Menschen.