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Bilder von meinem Urlaub in Kambodscha (August 2012)

Ankor Wat (26.08.2012)

Diese beeindruckende Tempelruine befindet sich in Siem Reap, im Herzen von Kambodscha. Auf einem Gebiet von über 400 km² findet man Ruinen der alten Königsstadt des Khmer Empires vom 9. bis 15. Jahrhundert. Der ganze Bereich gehört zum UNESCO Welterbe und ist wirklich einen Besuch wert!


Verrückte Bäume (26.08.2012)

Einige der der alten Tempel sind von diesen Baumwurzeln völlig überwuchert. Die Bäume wachsen auf den Dächern und die Wurzeln erstrecken sind teilweise über ganze Gebäude. Das wirkt teilweise echt gespenstisch - alleine möchte ich mich hier im Dunkeln zumindest nicht aufhalten.


Steingravuren (26.08.2012)

Insbesondere die ersten Tempel aus dem 9. Jahrhundert sind geprägt von solchen beeindruckenden Verzierungen. Diese Gravuren sehen so aus, als wäre aus Holz geschnitzt, aber es ist tatsächlich alles in Stein. Es muss Jahre gedauert haben, all diese detaillierten Bilder fertig zu stellen.


Säulengang (26.08.2012)

Viele der Ruinen sind zwar stark beschädigt, aber die meisten kann man dennoch betreten und von innen betrachten. Leider ist die Gegend ein sehr großer Anziehungspunkt für Touristen und das auch während der Regenzeit. Aber trotzdem schafft man es ab und zu ein Foto zu machen, ohne gleich eine Horde von anderen Touristen mit auf dem Bild zu haben :-).

Schwimmendes Dorf (26.08.2012)

Ein paar km ausserhalb von Siem Reap gibt es einige sogenannte „schwimmende Dörfer“. Die Leute bauen ihre Häuser am Ufer des Tonle Sap Flusses auf extrem hohen Stelzen, denn der Fluss schwillt in der Regenzeit massiv an. Der Höchstpunkt des Wasserlevels wird im November erreicht und dann muss es wohl so aussehen, als ob die Häuser wirklich schwimmen. Mir kam bei dem Anblick die Frage der Stabilität und auch wie das wohl mit Toiletten und Trinkwasser für die Bevölkerung aussieht. Aber das möchte man vielleicht lieber gar nicht wissen…

Kombinierte Fisch- und Schweinezucht (26.08.2012)

Die Menschen in den schwimmenden Dörfern, leben hauptsächlich vom Fischfang bzw. der Fischzucht. Hier sieht man einen der typischen Behälter, in denen sie Fische direkt im Flusswasser züchten. Und etwas speziell: direkt darüber befindet sich der Schweinestall. Denn der Kot der Schweine ist angeblich gute Nahrung für die Fische. Naja, man muss erfinderisch sein, wenn keine Erde unter den Füssen bzw. Häusern hat!

Das Leben auf dem Land (26.08.2012)

Das Leben auf dem Land in Kambodscha ist dem Leben in Laos sehr ähnlich. Auch die Menschen und die Kultur kann man von aussen kaum unterscheiden. Allerdings sind Sprache und Schrift anders, zwar miteinander verwandt, aber nicht so weit, dass man sich verständigen könnte.


Der königliche Palast (26.08.2012)

Hier ein Foto aus Phom Phen: der königliche Palast. Phom Phen ist eine sehr große und chaotische Stadt, voll krasser Gegensätze. Auf der einen Seite große Armut, viele Bettler und Slums und auf der anderen Seite großer Reichtum, wenn man sich die Tempel, den königliche Palast und auch die Privathäuser der Reichen Kambodschaner anschaut.

Verkehr in Phom Phen (26.08.2012)

Verkehr in Phom Phen ist ein absolutes Chaos. Leider habe ich kein richtig gutes Bild davon, denn das hier sieht noch sehr geordnet und die Straße verhältnismäßig leer aus. Aber sehr typisch für Kambodscha (und auch für Laos) sind die TukTuks. Das sind Motorräder, and die kleine Kutschen geschraubt werden. Es ist fast unmöglich, sich in Phom Phen zu Fuss zu bewegen, denn die Tuktuk Fahrer zwingen einem quasi dazu, einzusteigen. Dank des Tourismus sind auch die Englisch Kenntnisse zumindest in den Städten erstaunlich gut - viel besser als in Laos.

Wassersysteme (26.08.2012)

Dieses Jahr haben sich unsere Bauaktivitäten auf Wassersysteme konzentriert. In der ersten Hälfte des Jahres konnten wir 2 komplette schwerkraftsgespeiste Systeme installieren. Was für eine Freude für die Bevölkerung (und auch für uns), wenn nach 2-3 Monaten harter Arbeit endlich Wasser direkt im Dorf fliesst. Nun müssen die Frauen und Kinder nicht mehr mühevoll mit vollen Wassereimern den weiten und steilen Weg vom Fluss bis ins Dorf raufklettern.

Zaun und Dach (26.08.2012)

Wasser im Dorf ist eine tolle Sache, aber es bedeutet auch, dass man für dauerhaften Erhalt und Funktionsfähigkeit der Anlage sorgen muss. So ist es z.B. wichtig, Tiere von den Wasserplätzen fernzuhalten und auch die saubere Entsorgung von Müll muss irgendwie organisiert werden. Ein großer Teil des Lebens spielt sich hier ab, es wird geduscht, gewaschen, gespült und auch gespielt. Daher leiten wird die Dorfleute an, einen guten Zaun um jeden Platz zu bauen, eine Ableitung für das Dreckwasser sowie ein Dach, damit alles von Regen geschützt wird.

Übergabe (26.08.2012)

Nach der Fertigstellung eines solchen Wassersystems muss eine offizielle Übergabe stattfinden. Und zwar von unserer Organisation an die lokale Regierung, die es dann wiederum offiziell an die Dorfgemeinschaft übergibt. Das klingt alles nach sehr viel Formalität (und das ist es auch), aber es ist wichtig damit die Bevölkerung versteht, dass es von nun an ihre Aufgabe und Verantwortung ist, für den Erhalt des Wassersystems zu sorgen.

Neue Dörfer (26.08.2012)

Im Juli 2013 wird die erste Projektphase von 3,5 Jahren zu Ende gehen, d.h. wir müssen schon jetzt überlegen, wie es danach weitergehen soll. Der Plan ist, dass wir die bisherigen Dörfer weiterbetreuen (weniger intensiv als jetzt) und noch einmal etwa die gleiche Anzahl an neuen Dörfern dazu nehmen. Aus diesem Grund haben wir in den letzten Monaten viele abgelegene Dörfer besucht, um zu sehen, ob sie sich evtl. für eine weitere Projektphase eigenen könnten. Hier ein besonders armes und nur sehr schwer zu erreichendes Dorf. Als wir hier ankamen wirkte es wie ausgestorben, aber die Bewohner waren einfach nur in den Reisfeldern.

Immer wieder die Strassen (26.08.2012)

Der Beginn der Regenzeit bringt auch wieder die schon so oft erwähnten Probleme auf den Strassen mit sich. Dies hier ist die Strasse zu dem oben erwähnten Dorf. Hier werden wir wohl kaum mehr als 4-5 Monate im Jahr arbeiten können, denn sonst sind die Wege nur zu Fuss passierbar. Immer wieder bin ich dankbar für unser treues Gefährt, dass uns bislang immer irgendwie wieder zurück nach Hause gebracht hat.

Goldsuche (26.08.2012)

Auf dem Weg in andere potentielle neue Projektdörfer sieht man sehr häufig dieses Bild: Hier wird nach Gold gesucht. Es gibt dabei keine bestimmte Stelle, sondern das Gold befindet sich in der Erde an vielen Orten. Daher wird einfach der Wald abgeholzt und dann das Land Meter für Meter umgegraben. Der Ertrag ist nicht großartig, aber doch soviel, dass es sich für die Leute lohnt. Leider werden dabei oft Chemikalien eingesetzt, die hoch giftig sind. Wir haben viele Berichte gehört, in denen Menschen krank werden und Tiere sterben wenn sie mit dem versuchten Wasser in Berührung kommen.

Nang Gai (26.08.2012)

Diese junge Frau stammt aus einem unserer Projektdörfer. Ihr Name ist Gai und sie ist als Kleinkind erblindet. Da ihre Eltern beide verstorben sind, lebt sie mit ihrer jüngeren Schwester, die bereits verheiratet ist und 2 Kinder hat. Wir haben ihr angeboten, nach Savannakhet (eine größere im Süden von Laos) zu gehen und dort für einige Monate eine Ausbildung zur Masseuse zu machen. Sie hat sofort begeistert zugesagt denn sie meinte, dass sich im Dorf eh keiner um sie kümmern würde. Nach der Ausbildung muss sie allerdings zurück in ihr Dorf und wird dann dort mit Hilfe ihrer Ausbildung hoffentlich die Möglichkeit haben, etwas Geld zu verdienen.


Obstbäume (26.08.2012)

Auch in diesem Jahr haben wir wieder Obstbaumstauden verteilt - an die Dörfer, die im letzten Jahr noch keine bekommen haben. Die Bedingung ist, dass die Dorfleute die jungen Pflanzen gut einzäunen und pflegen. Diese Bäume hier gehören nun dem Dorfchef und er hat seine Verantwortung sehr gut wahrgenommen und ein gutes Beispiel für die Bewohner seines Dorfes gegeben.


Training für traditionelle Geburtshelferinnen (26.08.2012)

Ende März haben wir ein Training für traditionelle Geburtshelferinnen angeboten. Eine französische Kollegin, die selbst Hebamme ist, hat es zusammen mit unserer Krankenschwester geplant und durchgeführt. Wir haben aus jedem Dorf 2 Leute ausgewählt, möglichst immer eine ältere und erfahrene Person zusammen mit einer jüngeren, die von der älteren lernen kann. Allerdings waren fast alle noch nie zuvor in der Stadt gewesen, so dass die ersten Tage für sie richtig aufregend waren. Wir hatten zwar alle direkt aus den Dörfern abgeholt, aber dann mussten sie im Hotel alleine zurecht kommen. Der Hotelbesitzer war teilweise am Rande der Verzweiflung, wenn er immer wieder erklären musste, wie man eine Toilettenspülung verwendet, wie man einen Ventilator oder Licht an und ausbekommt oder eine Tür aufschließt…

Training für traditionelle Geburtshelferinnen 2 (26.08.2012)

Aber die Woche Training hat sich gelohnt! Alle haben sehr gut mitgemacht und wirklich konzentriert gelernt. Die Unterrichtseinheiten bestanden aus praktischen Übungen mit Modellpuppen und Anleitungen mit Bildern, denn Lesen und Schreiben konnten nur zwei von ihnen. Aber das ist auch nicht notwendig, um ein Kind auf die Welt zu bringen und um zu erkennen, wann man jemanden ins Krankenhaus bringen muss. Am Ende gab es dann Zertifikate für alle und einen Korb mit etwas Material für die nächsten Geburten in den Dörfern.

Bilder aus Laos: Wassersysteme und andere Projektaktivitäten (August 2012)